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Make or Buy?
 

Pro und Contra Outsourcing von SW-Engineering


Auslastungs-Schwankungen

Engineering Aufgaben erzeugen keine konstante Auslastung. Da muss ein neues Produkt schleunigstens auf dem Markt, oder ein Sprint auf eine Messe hingelegt werden, da ist aber auch mal eine Entwicklung abgeschlossen, ohne das gleich die nächste begonnen wird.

Argumente zu Outsourcing (OS)

 
Thema Fakten Pro Contra
Kosten

Externe bei Vollast 10-15% teuerer als Festangestellte.


  • Abdeckung des Bereichs 2 der Auslastungskurve. Bei Teillastbereich günstiger als Festangestellte.
  • Bei periodischer Last ist OS auch für Grundaufgaben die günstigste Lösung
  • Werkvertrag möglich: nur bestellte Leistungen müssen auch bezahlt werden
  • OS schafft Kostentransparenz


  • Infrastruktur sollte nicht doppelt vorhanden sein (IT, Arbeitsplatz, Telefon, Spesen)
  • Organisation sollte nicht doppelt geführt werden (Führung, Abrechnung, Controlling)
Know-How

Nicht gesichertes Know-how geht in jedem Fall verloren! Auch eigene MA werden befördert, verlassen die Firma oder fallen aus.


  • Analyse und Dokumentation wird in der Regel bei OS mehr Gewicht zu bemessen. QS wird ernst genommen.
  • Outsourcing bringt auch Zufluss von Know-How aus anderen Branchen und Projekten.
 
P-Management

Ist in jedem Falle massgeblicher Erfolgsfaktor und ist im Normalfall beim Auftraggeber anzusiedeln.


  • Die saubere Trennung von Verantwortlichkeiten macht das Vorgehen transparenter und risikoärmer.
  • Kann unter besonderen Umständen (z.B. bei Ausfall eines Projektleiters) auch von auswärts bezogen werden.


  • Bei chaotischem Vorgehen droht bei externer Vergabe erst recht der Totalverlust.
Kompetenz

Kompetenz ist unabhängig vom Outsourcing eine Frage der Persönlichkeit und der Organisation.


  • Externe profitieren von Erfahrungen aus unterschiedlichen Einsätzen
  • Verträge mit externen Mitarbeitern können bei mangelnder Kompetenz viel leichter aufgelöst werden.
  • Diskussionen und Beratung sind sachbezogener bei externem Beizug.


  • Langjährige interne Mitarbeiter haben mehr Prozesswissen.
Motivation  

  • Externe Mitarbeiter sind motivierte Mitarbeiter.
 
Produktezyklus

Entwicklung und Pflege brauchen unterschiedliche Mentalitäten.


  • Entwicklungslasten extern verstärken


  • Pflege in der Regel eher intern ansiedeln.
Abhängigkeit

Jede Zusammenarbeit schafft Abhängigkeiten (auch intern).


  • Ein guter Partner trägt Risiko mit und hilft bei schwierigen Situationen.
  • Abhängigkeiten werden von Einzelpersonen auf Firmen verlagert.


  • Ein unzuverlässiger Partner ist immer schlecht. Aber ein externer Schwachpunkt lässt sich eliminieren, ein interner nicht immer.
Reaktionszeit  

  • Ist in der Regel höher (auf Abruf).


  • Vorbereitungszeit intensiver und länger (was später wieder aufgeholt wird)
Geheimhaltung

In der Regel sind Entwicklungsdetails nicht sonderlich sensitiv. Das Wissen über geplante Vorhaben sind heikler.


  • Externe Entwicklungen können relativ gut abgeschottet werden.


  • Die sensitiven Informationen sind beim Reisen gefährdet. Dies erfordert Schutzmassnahmen.
Fitness  

  • Die Minimalorganisation ist die effizienteste (lean engineering)!